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Die Atombombe

Die Atombombe gehört zu den Kern- oder Nuklearwaffen, anders als konventionelle Bomben, die ihre Energie aus einer chemischen Reaktion beziehen, beruht die Wirkung von Atomwaffen auf einer kernphysikalischen Reaktion. Dies kann entweder eine Kernspaltung, also die Zerlegung des Kerns in zwei oder mehr Teile, oder eine Kernfusion, also die Verschmelzung von 2 Kernen, sein.

Eine Atombombe ist eine Massenvernichtungswaffe, denn bei ihrer Explosion, ausgelöst durch eine Kettenreaktion, können durch die freigesetzte Energie in Form von Hitze, Druckwelle und radioaktive Strahlung ganze Städte zerstört werden. Anders als bei konventionellen Waffen, gibt es durch die Strahlung auch noch Jahrzehnte nach der Explosion der Bombe Langzeitfolgen wie erhöhte Krebsraten oder Missbildungen bei Kindern.

Funktionsweise

Zur Auslösung der Kettenreaktion in einer Atombombe gibt es zwei Möglichkeiten. Man kann zwei voneinander getrennte Körper mit spaltbarem Material mittels konventionellem Sprengstoff aufeinander schießen oder durch eine Implosion, bei der das spaltbare Material als Hohlkugel vorliegt, das mit Hilfe von gleichmäßig um die Kugel verteilte Kleinstsprengungen in der Mitte konzentriert wird.

Entwicklung

Schon in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde, vor allem in Deutschland, mit der Forschung zu einer Atombombe begonnen. Im August 1939 warnten mehrere in die USA ausgewanderte deutsche Physiker, darunter Albert Einstein, in einem Brief an US-Präsident Roosevelt vor der Gefahr einer deutschen Atombombe. Letztlich führte die Angst, die Deutschen könnten die Atombombe zuerst haben zur Intensivierung der Forschung und zur Gründung des Manhattenprojekts, dem es am 16. Juli 1945 als erstes gelang einen Atombombentest durchzuführen. Seitdem entwickeln die USA, aber auch andere Staaten, immer neue nukleare Waffen wie die Wasserstoffbombe, die immer kleiner werden und gleichzeitig mehr Sprengkraft haben.

Einsatz

Am 6. August 1945, um 8.15 Uhr Ortszeit wurde die erste Atombome von einem US-amerikanischen Flugzeug über Hiroshima, Japan abgeworfen. Die Bombe, genannt Little Boy, mit Sprengstoff aus Uran-253 explodierte 600 m über dem Boden. Von der Explosion und ihrer Druckwelle starbe 90.000 Menschen direkt und etwa 50.000 starben innerhalb weniger Tage an den Folgen der Verstrahlung. Der zweite und bisher letzte Einsatz einer Atombombe, auf bewohntem Gebiet, folgte 3 Tage später, am 9. August 1945 über Nagasaki, Japan. Die Fat Man genannte Atombombe mit Plutonium-239 tötete 36.000 Menschon direkt und weitere 40.000 starben kurze Zeit später durch Verstrahlungen. Fat Man hatte zwar eine größere Sprengkraft als Little Boy, durch lokalen Gegebenheiten und weil die Bombe weiter vom Stadtzentrum entfernt explodierte, starben aber weniger Menschen. Seither wurden keine Atomwaffen mehr eingesetzt und sie gelten seit ihrem Einsatz in Hiroshima und Nagasaki als Abschreckungswaffe.