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Atomwaffen

Atomwaffen besitzen die größte Zerstörungskraft weltweit und zählen aufgrund ihrer massiven Wirkung als Massenvernichtungswaffen. Im Gegensatz zu sogenannten konventionellen Waffen (Zerstörungskraft aufgrund chemischer Reaktionen) erzielen Atomwaffen ihre Wirkung durch den physikalischen Prozess der Kernspaltung, bei dem Strahlung, Hitze und Druck entstehen. Seit der Entwicklung der ersten Bombe dieser Art haben viele Länder verucht, in den Besitz von Kernwaffen zu gelangen. Heute verfügen insgesamt neun Staaten nachweisbar über Atomwaffen:

  • USA
  • Russland
  • Frankreich
  • China
  • Großbritannien
  • Indien
  • Pakistan
  • Israel
  • Nordkorea

Welche Waffen bezeichnet man als Atomwaffen

Unter den Begriff Atomwaffen fallen alle Sprengkörper, die die Reaktion von Atomkernen nutzen (Kernspaltung oder Kernfusion). Atomwaffen werden deshalb auch als Kernwaffen oder Nuklearwaffen bezeichnet. In militärischen Kreisen wird zwischen strategischen und taktischen Atomwaffen unterschieden. Bezüglich der Reichweite gibt es einen Unterschied zwischen Kurz-, Mittel- und Langstreckenraketen. Zudem gibt es verschiedene Arten von Atomwaffen:

– Neutronenbombe
– Wasserstoffbombe
Mini-Nukes (Atombombe mit geringerer Sprengkraft)
– Bunkerbrecher (tiefes Eindringen in die Erde und unterirdische Explosion)
– Kobaltbombe (dreckige Bombe, Explosion am Erdboden)

Einsatz von Kernwaffen

Seit der Entwicklung der Atombombe wurde diese nur zweimal eingesetzt. Im August 1945 warfen die USA über Hiroshima und Nagasaki je eine Bombe ab, um Japan zur Kapitulation zu zwingen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden von den Großmächten immer neue Nuklearwaffen entwickelt. Im sogenannten Kalten Krieg zwischen dem Warschauer Pakt und der Nato forcierten Russland und China sowie die USA und Frankreich den Ausbau ihrer Atomwaffenarsenale als Abschreckung des vermeintlichen Gegners. Nach dem Zerfall der Sowjetunion und der damit einhergehenden Auflösung des Warschauer Paktes in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts bemühten sich die Großmächte in Form von Abrüstungsverträgen, die vorhandenen Arsenale ihrer Atomwaffen zu reduzieren.

Bedenkliche Entwicklungen in der Atomwaffenforschung

Bis vor einigen Jahren galt Pakistan aufgrund seiner Unterstützung von Terroristen (Al Kaida) und der politisch unsicheren und angespannten Lage als der Staat, dessen atomares Entwicklungsprogramm es zu verhindern galt. Nachdem dort aber erfolgreich Nuklearwaffen getestet wurden, nahm man Pakistan offiziell in die Gruppe der Atommächte auf. Die größte Gefahr im Bezug auf Kernwaffen geht heute von Ländern wie dem Iran oder Nordkorea aus. Aufgrund der politischen Lage in beiden Staaten wurde und wird von der internationalen Staatengemeinschaft versucht, die atomare Forschung und damit die Entwicklung von Kernwaffen in diesen Ländern zu verhindern. Allerdings verfügt Nordkorea nach eigenen Angaben inzwischen über eigene Atomwaffen. Dem Iran hingegen ist die Entwicklung von Kernwaffen bisher nicht gelungen.