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Wasserstoffbombe – Eine Massenvernichtungswaffe

Wasserstoffbomben, auch als Kernfusionswaffen bezeichnet, gehören in die Rubrik der Kernwaffen. Kernwaffen sind Waffen, die ihre Explosionsenergie aus der Kernspaltung bzw. Kernverschmelzung ziehen. Sie haben eine größtmögliche Spreng- und Vernichtungskraft und gelten neben biologischen und chemischen Waffen als die gefährlichsten Massenvernichtungswaffen.

Wer erfand die Wasserstoffbombe?

Auch wenn die hochkomplexen Vorgänge einer Kernfusion bzw. Kernspaltung nicht von einem einzelnen Menschen durchdacht, entwickelt und umgesetzt wurden, so sind doch zentrale Überlegungen und Fortschritte durch Einzelne identifizierbar. So kann als „Vater“ der Wasserstoffbombe Edward Teller gelten. Teller war amerikanisch-ungarischer Physiker und wurde 1908 in Budapest geboren und starb 2003 in Stanford, USA. Er studierte in Karlsruhe, wurde in Leipzig von Werner Heisenberg promoviert und emigrierte 1933 aus Deutschland in die Vereinigten Staaten von Amerika, da er sich mit seiner jüdischen Herkunft in Deutschland nicht mehr sicher fühlte.

Wann wurde die erste Wasserstoffbombe gezündet?

Die erste „echte“ Wasserstoffbombe wurde von den USA gezündet. „Echt“ bezieht sich dabei auf die Zündungsreihenfolge, die bei einer Wasserstoffbombe zunächst mit der Explosion einer Atombombe beginnt, um ausreichend Energie für die zweite Stufe zu erzeugen, der Kernfusion. Die USA testeten diese Bombe am 1. November 1952 auf Elugelab, einem Atoll, welches zu den Marshall-Inseln im Pazifischen Ozean gehört. Der Sprengkopf hatte eine Baugröße, welches es nicht erlaubt, sie mit einem Flugzeug zu transportieren und abzuwerfen, so dass eine sechs Stockwerke große Halle gebaut werden musste, um den Sprengkopf zu platzieren. Insgesamt wog er 82 Tonnen, war über 6,19 m hoch und hatte einen Durchmesser von 2,03 m. In dieser Bombe wurde das Fusionsmaterial Deuterium und Tritium verwendet. Die Explosion der ersten Wassterstoffbombe erzeugte den bekannten Atompilz, welcher eine Höhe von ca. 40 Kilometern und eine Breite von ca. 100 Kilometern erreichte. Der „Stamm“ des Atompilzes war ca. 15 Kilometer hoch.

Wie funktioniert eine Wasserstoffbombe?

Die Wasserstoffbombe ist eine Weiterentwicklung einer Atombombe und hat eine deutlich höhere Sprengkraft. Um eine Wasserstoffbombe überhaupt zünden zu können, ist die Energie einer vorgelagerten Atombombe notwendig. Für die Zündung der Atombome hingegen ist eine Neutronenquelle notwendig. Bei der Explosion der Atombombe wird das im Hauptteil der Bombe befindliche Fusionsmaterial auf eine Temperatur von 50 Millionen Kelvin erhitzt und gelangt so zu seiner Wirkung.